Grund der IG

Zu Zeit läuft ein Genehmigungsverfahren zum Einbau eines Wasserkraftwerkes bei Fluss-km 23,48 südlich von Dietenheim.
Dieses Kraftwerk (weitere sollen folgen) ist genau in jenem Illerabschnitt geplant, in dem das geringste Restwasser der gesamten Iller d. h. 10% zur Verfügung steht.
Die restlichen 90% werden bei Altenstadt / Filzingen in den UIAG Kanal abgeleitet. Dieser Kanal dient bereits seit Jahrzehnten der Stromproduktion.
Weitere Kraftwerke im Restwasserbereich im Mutterbett der Iller müssen unbedingt vermieden werden.
Zu den Betroffenen gehört die gesamte Bevölkerung entlang der Iller von Oberstdorf bis Ulm.
Ein weiterer wichtiger Grund gegen neue Kraftwerke zu plädieren ist, dass die Renaturierung der Iller durch den Einbau von Kraftwerken über Jahrzehnte behindert wird oder gänzlich zum Stillstand kommt.
Für die Renaturierung des Flusses wurden bei Vöhringen und anderswo viele Steuergelder verwendet um die Iller in diesen Bereichen naturnah und gewässerökologisch sinnvoll wieder herzustellen.
Richtung Süden ist in dieser Sache noch nichts geschehen, außer dem Einbau einer Fischaufstiegsanlage (Fischtreppe) am Filzinger Wehr.
Eine Entscheidung darf erst fallen, wenn ein Gewässerentwicklungsplan für die gesamte Iller vorliegt.

Wollen wir unseren Kindern und Enkelkindern eine solche Natur und Heimat hinterlassen?

DIE ILLER – EINSTMALS DER „EILENDE“ FLUSS –
UND HEUTE?

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„Der eilende Fluss“ SO ABER NICHT! Iller bei Altenstadt Richtung Norden Bildautor Dietmar Wagner