Hallo liebe Naturfreunde!
Interessant zu vernehmen, dass die Iller jetzt abschnittsweise agiler werden soll. Was für ein Anspruch! Bei Altenstadt soll das Wehr bei Eurem Fischerheim zu einer rauen Rampe umgebaut werden,
damit dort endlich das Mutterbett durchgängig wird.
Lt.Augsburger Zeitung mit einem Aufwand von 4 Millionen Euro ! Haste da noch Töne? Eine Steinrampe
mit hunderten von Tonnen Fremdgestein, damit dort das
Restwasser auf ca. 30m über die Steine plätschern kann,
davor und danach aber weiterhin ein "Stausee".
Ökologisch sicher sinnvoll aber ökonomisch m.E. nicht
vertretbar, so mit Steuergeld umzugehen.
Dann doch vielleicht lieber ein Schachtkraftwerk wie bei
Dietenheim, wo der Betreiber die Kosten für die Fischaufstiegsanlage und Laichplätze übernimmt.
Ein gutes Beispiel ist auch der Fischereiverein bei Sinnigen, der am Giessen auf eigene Kosten heuer eine
aufwendige Fischtreppe bei seinem kleinen Kraftwerk
errichtet hat und nebenbei noch wertvollen Grundlaststrom ins örtliche Netz einspeist.
Bei all den Millionen die in den nächsten Jahren an der
Iller verbaut werden sollte man sich aber nicht der Illusion hingeben, dass hier wieder ein naturnaher Fluss
entstehen könnte. Sehr positiv finde ich hierbei das
EU-Projekt ISOBEL weiter oben an der Iller zwischen Altusried und Lautrach wo an allen 5 Kraftwerken vorbildliche Umgehungsgerinne angelegt wurden incl.
Kiesmanagement und wissenschaftlich begleitetem
Fischmonitoring. Sollte man sich mal anschauen.
Mit freundlichen Grüssen
Indlekofer
